Medizinische Dokumentation der Verstopfung vor der Parkinson-Krankheit: Eine Fall-Kontroll-Studie

ZIEL:

Morbus Parkinson (MP) kann das autonome Nervensystem beeinflussen, und kann somit Verstopfung verursachen. Jedoch haben nur wenige Studien Verstopfung vor dem motorischen Auftreten von MP erforscht. Wir untersuchten Verstopfung vor MP mit einem Fall-Kontroll-Studiendesign in einer bevölkerungsbasierten Stichprobe.

METHODIK:

Mit der Methode des medizinischen Aufzeichnungen-Verbindungssystems des Rochester Epidemiology Project, haben wir 196 Patienten getestet, die MP in Olmsted County, MN, von 1976 bis 1995 entwickelten. Jeder Vorfall wurde nach Alter (+/-1 Jahr) und Geschlecht einer allgemeinen Bevölkerungskontrolle zugeordnet. Wir haben die vollständigen medizinischen Aufzeichnungen von Fällen und Kontrollen überprüft, um das Auftreten von Verstopfung vor dem Beginn der PD (oder Indexjahr) zu ermitteln.

RESULTATE:

Verstopfung vor der Entwicklung des MP war häufiger in Fällen als in Kontrollen (Odds Ratio [OR] 2,48; 95% Konfidenzintervall [CI] 1,49 bis 4,11; p = 0,0005). Dieser Zusammenhang blieb signifikant auch nach der Anpassung des Konsums für das Rauchen und Kaffee (je vs nie), und nach Ausschluss von Verstopfung durch die Drogen. Darüber hinaus blieb deser Zusammenhang signifikat auch 20 oder mehr Jahren vor den ersten motorischer Symptome von MP. Obwohl der Zusammenhang bei Frauen stärker war als bei Männern, und stärker bei Patienten mit MP mit Rest-Tremor im Vergleich zu Patienten ohne Rest-Tremor, waren diese Unterschiede nicht signifikant.

SCHLUSSERFOLGUNG:

Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Verstopfung, die bereits 20 oder mehr Jahre vor dem Auftreten motorischer Symptome auftritt, mit einem erhöhten Risiko für die Parkinson-Krankheit verbunden ist.

Autor Information: Department of Neurology, Mayo Clinic, Rochester, MN 55905, USA

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